Der erste Mitarbeiter


Werden in einem Unternehmen Mitarbeiter beschäftigt, gibt es neben den sozialversicherungsrechtlichen Aspekten auch die Belange des Arbeitsrechts zu beachten. Dienstverhältnisse können nach der Art der Verwendung des Mitarbeiters oder nach deren Dauer unterschieden werden.

Grundsätzliches: Ein Dienstnehmer leistet gegenüber dem Dienstgeber in persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit seine Dienste. Was bedeuten diese Begriffe? Eine persönliche Abhängigkeit liegt vor, wenn ein Dienstnehmer persönlich der Arbeitspflicht unterliegt und sich unter Weisung des Dienstgebers (über Arbeitszeit, Arbeitsverhalten und Arbeitsort) verhalten muss. Die wirtschaftliche Abhängigkeit liegt vor, wenn der Dienstnehmer nicht über eigene Betriebsmittel verfügt, also bspw. nicht seinen eigenen Schreibtisch, sondern den des Arbeitgebers verwendet.

Mitarbeiter sind VOR Beginn der Tätigkeit bei der jeweiligen Gebietskrankenkasse anzumelden.

Für die Anmeldung sind folgende Informationen notwendig:

  • Vor- und Zuname
  • Sozialversicherungsnummer
  • Geburtsdatum
  • Adresse und Wohnort
  • Beitragsgruppe für die Lohnabrechnung
  • Die Höhe des Lohnes bzw. des Gehalts
  • Das wöchentliche Stundenausmaß der Beschäftigung

Über die Art der Beschäftigung entscheidet im Grundsätzlichen die Verwendung des Mitarbeiters. Dabei werden Angestellte von Arbeitern und Lehrlingen unterschieden. Angestellte sind im Geschäftsbetreib eines Kaufmanns angestellt und leisten kaufmännische oder höhere, nicht kaufmännische Dienste oder Kanzleiarbeiten. Hier hilft es, den Kollektivvertrag der jeweiligen Branche zu Rate zu ziehen.

Bei Arbeitern stehen manuelle Tätigkeiten im Vordergrund. Zu Ihnen zählen aber auch qualifizierte Facharbeiter mit hohem Ausbildungsniveau.

Lehrlinge sind aufgrund eines Lehrvertrages zur Erlangung eines Lehrberufs bei einem Lehrberechtigtem fachlich ausgebildet und werden im Rahmen dieser Ausbildung verwendet.